Monika Aly (*1945)

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Sie wurde 1945 in Oberbayern geboren. Nach ihrer Ausbildung zur Krankengymnastin arbeitete sie seit 1975 in verschiedenen Berliner Kinder- und Jugendambulanzen. Ihre Arbeit enthielt Elemente von Bobath und Vojta.

Bald kamen ihr Zweifel zum einen in Bezug auf die Wirksamkeit ihrer Behandlung und zum anderen am Nutzen der Behandlung für das Kind. Sie sah die Ausgrenzung der Kinder durch die Spezialeinrichtungen. Deshalb entschloss sie sich, von 1978 bis 1979 bei Milani Comparetti in Florenz zu hospitieren. Dort setzte sie sich intensiv mit dem für sie neuen Konzept Milanis auseinander.

Zurück in Deutschland machte sie sich auf die Suche nach neuen Perspektiven. Dabei stieß sie auf das Konzept von Emmi Pikler. Sie erkannte Gemeinsamkeiten in den beiden Konzepten.

1980 gründete sie mit Kolleginnen ein Ambulatorium in Berlin, das auf diesem Konzept basiert. Sie war 1989 Mitbegründerin der Pikler-Gesellschaft Berlin, ein Verein für Bewegungsentwicklung und Integration. Er wurde neuer Träger für das bestehende und das 1991 neu gegründete 2.Ambulatorium. Dort leitete sie bis 2006 die therapeutische Abteilung.

Heute arbeitet sie in eigener, mit der Pikler Gesellschaft Berlin verbundener Praxis nach diesen Prinzipien.

Sie veranstaltet zahlreiche Fortbildungsseminare und leitet Supervisionsgruppen für TherapeutInnen, die mit behinderten Kindern und deren Familien arbeiten. Sie lernte in Berlin auch Elfriede Hengstenberg kennen, mit der sie zu mehreren Gesprächen über ihre Arbeit mit Kindern zusammentraf. Daraus entwickelte Aly ein Konzept für therapeutische Bewegungsgruppen nach Hengstenberg.