Adriano Milani Comparetti (1919 - 1986)

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Milani Comparetti hat ein Konzept ganzheitlicher Gesundheitsförderung erarbeitet, das auf medizinischer Erfahrung aufbaut und von Medizinern in enger Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen in jahrzehntelanger Arbeit erprobt und weiterentwickelt wurde. Im Jahre 1985 fand eine Fachtagung des Paritätischen Bildundswerks Bundesverband in Frankfurt mit Milani und Gidoni statt - mit dem Titel "Von der Behandlung der Krankheit zur Sorge um die Gesundheit - Konzept einer am Kind orientierten Gesunhdheitsförderung von Prof.Adriano Milani Comparetti". In einer Broschüre, die aus dieser Tagung hervorging, beschreibt Edda Janssen wesentliche Merkmale dieses Konzeptes:

  • Das Kind - insbesondere das Kind mit Behinderungen - steht ausdrücklich mit seinen Fähigkeiten, nicht mit seinen Defekten, im Mittelpunkt der Arbeit.
  • Das Kind und seine soziale Umgebung werden als untrennbare Einheit gesehen. Die Ganzheit ist wichtigster Orientierungspunkt für die Förderarbeit: "Das Leben kann nicht in Therapie verwandelt werden, ohne seine Qualität als Leben zu verlieren." (Milani Comparetti)
  • Der Therapeut ist nicht Handlanger einer imaginären Normalität, sondern Mittler bestimmter fachlicher Kenntnisse zur Förderung der je eigenen Möglichkeiten des Kindes, u.a. zur Entwicklung von Autonomie.
  • Die Qualität von Therapie ist daran zu bemessen, inwieweit sie Ausgrenzung aus dem alltäglichen Leben verhindert bzw. zur Integration in dieses beiträgt.

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